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Zahlen & Fakten

Deutschland ist ein Mieterland – Über die Hälfte (53 %) der Bevölkerung lebt zur Miete, das entspricht rund 44,1 Mio. Personen, in mehr als 21 Mio. Haushalten. Sie verfügen im Schnitt über ein geringeren Einkommen als Eigentümer:innen, etwa die Hälfte der Haushalte, also fast 12 Millionen, gehört zum untersten Drittel der Einkommensverteilung. Es wohnen also gerade in den unteren Einkommen sehr viele Menschen zur Miete.

Hohe Belastung durch Wohnkosten

  • Von den 21 Millionen Mieterhaushalten ist über ein Drittel deutlich durch Wohnkosten überlastet.
  • 3,1 Mio. Haushalte zahlen für Kaltmiete und Heizkosten mehr als 40 Prozent ihres Einkommens.
  • 4,3 Mio. Haushalte zahlen zwischen 30 – 40 Prozent ihres Einkommens.

Wie wohnen Mietende?

Mietende Haushalte verfügen im Schnitt über weniger Wohnfläche als der Bundesdurchschnitt und wohnen überwiegend in Mehrfamilienhäusern.

  • Im Durchschnitt leben mietende Haushalte auf 69 m² Wohnfläche (Bundesdurchschnitt 93m²).
  • Dies liegt deutlich unter dem Durchschnitt von Eigentümer:innen mit über 100m².
  • Dabei gibt es durchschnittlich 1,7 Personen pro mietenden Haushalt.
  • 83 Prozent der mietenden Haushalte in Mehrfamilienhäusern wohnen und nur 15 Prozent (3,3 Mio.) in Ein- und Zweifamilienhäusern.
  • Fast 19 Prozent, also nahezu jede:r fünfte Mieter:in, lebt in einer überbelegten Wohnung.

Entwicklung der Mieten in Deutschland

  • Im Durchschnitt sind die Mieten inserierter Bestandwohnungen im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 5,9 Prozent gestiegen – auf im Schnitt 10,92 € je m² nettokalt.
  • In Großstädten mit mindestens 500.000 Einwohner:innen waren die Angebotsmieten sogar 8,7 Prozent höher
  • Seit 2010 sind die Nettokaltmieten um insgesamt 70 Prozent angestiegen.

Wer auf Wohnungssuche ist, sieht sich einem immer teurer werdenden Angebot gegenüber, das häufig deutlich über den zulässigen Mietobergrenzen liegt, wie der Mietenmonitor des DMB exemplarisch für Berlin und Ulm gezeigt hat:

  •  In Berlin verstoßen mutmaßlich 45,7 Prozent der inserierten Bestandswohnungen gegen die Mietpreisbremse; die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt hier bei 14,43€ je m².
  • In Ulm sind es sogar 69,8 Prozent der inserierten Bestandswohnungen, bei einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 13,52 € je m².

Besonders dramatisch: der Mangel an bezahlbaren Wohnungen und Sozialwohnungen

  • Der starke Anstieg der Mieten liegt nicht zuletzt auch am starken Rückgang der Sozialwohnungen in Deutschland seit 1990.
  • Jährlichen fallen von den derzeit verbleibenden 1,07 Millionen Sozialwohnungen rund 45.000 aus der Bindung, der Bestand an Sozialwohnungen nimmt also weiter ab.

 

Weitere Informationen:

Deutscher MIeterbund (2025) Mietenreport 2025.

Deutscher Mieterbund (2025) Jede zweite Angebotsmiete in Berlin verstößt gegen Mietpreisbremse, jede dritte ist Mietwucher.

Öko-Institut (2023): Wohn- und Energiekostenbelastung von Mietenden

Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. “Sozialer Wohnungsbau 2025 Startet.” 

BBSR (2025) Angebotsmieten weiter gestiegen.

Entwicklung des Wohnungsmietindex

Bestand der Sozialmietwohnungen

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