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Zahlen & Fakten

Deutschland ist ein Mieterland – Über die Hälfte (50,5 %) der Bevölkerung lebt zur Miete, das entspricht rund 42 Mio. Personen. Diese teilen sich auf 21 Mio. Mieterhaushalte auf und haben im Schnitt ein geringeres Einkommen als Eigentümer:innen. Denn wiederum die Hälfte der Haushalte, also fast 12 Millionen, gehört zum untersten Drittel der Einkommensverteilung. Es wohnen also gerade in den unteren Einkommen sehr viele Menschen zur Miete.

Hohe Belastung durch Wohnkosten

  • Von den 21 Millionen Mieterhaushalten ist über ein Drittel deutlich durch Wohnkosten überlastet.
  • 3,1 Mio. Haushalte zahlen für Kaltmiete und Heizkosten mehr als 40 Prozent ihres Einkommens.
  • 4,3 Mio. Haushalte zahlen zwischen 30 – 40 Prozent ihres Einkommens.

Wie wohnen Mietende?

Mietende Haushalte verfügen im Schnitt über weniger Wohnfläche als der Bundesdurchschnitt und wohnen überwiegend in Mehrfamilienhäusern.

  • Im Durchschnitt leben mietende Haushalte auf 69 m² Wohnfläche (Bundesdurchschnitt 93m²).
  • Dies liegt deutlich unter dem Durchschnitt von Eigentümer:innen mit über 100m².
  • Dabei gibt es durchschnittlich 1,7 Personen pro mietenden Haushalt.
  • 83 Prozent der mietenden Haushalte in Mehrfamilienhäusern wohnen und nur 15 Prozent (3,3 Mio.) in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Entwicklung der Mieten in Deutschland

  • Im Durchschnitt sind die Mieten inserierter Bestandwohnungen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 4 Prozent gestiegen – auf im Schnitt 9,66 € je m² nettokalt.
  • Der Anstieg der Angebotsmieten in Berlin zwischen November 2022 und Februar 2023 betrug 27 Prozent.
  • Doch auch in ländlichen Regionen wie Brandenburg (9,1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (10,3 Prozent) sind die Angebotsmieten zwischen 2021 und 2022 stark angestiegen.
  • Und auch in bestehenden Mietverhältnissen steigt die Miete weiter an, zwischen 2020 und 2023 um 5,5 Prozent.

Besonders dramatisch: der Mangel an bezahlbaren Wohnungen und Sozialwohnungen

  • Der starke Anstieg der Mieten liegt nicht zuletzt auch am starken Rückgang der Sozialwohnungen in Deutschland seit 1990.
  • Jährlichen fallen von den derzeit verbleibenden 1,1 Millionen Sozialwohnungen rund 45.000 aus der Bindung, der Bestand an Sozialwohnungen nimmt also weiter ab.
  • Von den 2022 rund 295.000 neu gebauten Wohnungen sind weniger als ein Drittel klassische Mietwohnungen und weniger als ein Zehntel bezahlbare Sozialwohnungen.

 

Weitere Informationen:

Statistisches Bundesamt (2022): Deutschland ist Mieterland Nr. 1 in der EU

Öko-Institut (2023): Wohn- und Energiekostenbelastung von Mietenden

BBSR (2023) Angebotsmieten weiter gestiegen

Pestel-Institut (2023): Bauen und Wohnen in der Krise Aktuelle Entwicklungen und Rückwirkungen auf  Wohnungsbau und Wohnungsmärkte

Entwicklung des Wohnungsmietindex

Bestand der Sozialmietwohnungen

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