Wohnungsbau in Deutschland 2026 – Bedarf und Erleichterung
In den Großstädten bleiben die unfreiwilligen „Nest-Hocker“-Kinder bei den Familien wohnen, weil es Studien- oder Arbeitsplatz-nah keinen günstigen Wohnraum für junge Menschen gibt, und im ländlichen Raum bleiben die älteren Menschen in den „Empty-Nestern“ wohnen, weil für sie kein Angebot bezahlbaren und angemessenen Wohnraums im gewohnten Quartier vorhanden ist. Nur bedarfsgerechter und regional-spezifischer Neu- oder Umbau von Wohnraum kann dieses Problem lösen.
Je nach Schätzung fehlen aktuell mindestens 600.000 bis 800.000 Wohnungen in Deutschland. Vieles, von dem tatsächlich vorhandenen, aber entweder in schwierigen Regionen befindlichen oder strukturellen Leerstands im Wohngebäudebestand, steht dem Markt überhaupt nicht mehr zur Verfügung. Der Anteil der überbelegten Wohnungen steigt weiter deutlich an und auch die bestgemeinte Wohnraumförderung kommt kaum noch hinterher. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.
Diese Studie soll einen Ausblick leisten, wie am erstarrten Wohnungsmarkt wieder mehr Umzugsbewegungen angeregt werden können, um uns aus der „Gefangenheit im Bestand“ zu befreien.